Anonymität im Web – Beispiel Amazon Underground!

anonym im internet

Für die Anonymität im Internet ist jeder selbst verantwortlich. Möchte jemand jedoch alle Serviceleistungen nutzen, die von Unternehmen im Web angeboten werden, kommt dieser meist nicht um die Weitergabe verschiedener sensibler Daten herum. Ein hoher Preis, wenn man bedenkt, dass Unternehmen wie Amazon sicherlich keine Nächstenliebe damit verfolgen. Der Warenanbieter hat eine neue App entwickelt, die sich “Amazon Underground” nennt.

Apps gegen Daten

Die Applikation Underground ist auf dem ersten Blick ein wahrer Gewinn für Nutzer von Shops, auf dem Smartphone oder dem Tablet. Dahinter verbirgt sich das Angebot, kostenpflichtige Apps kostenlos zu erhalten. Dafür muss der Nutzer einer umfassenden Einverständniserklärung zustimmen. Dazu gehört die Einwilligung, dass das Nutzerverhalten aller Apps, die über Undergrond heruntergeladen werden, überwacht wird. Die Daten werden automatisch an Amazon weitergeleitet, ohne dass der Nutzer dieser Einwilligung später widersprechen kann. Zudem darf der Anbieter auf das Telefonbuch zugreifen, die gesamte Nachrichten-Kommunikation mitlesen. Der Clou daran: alle Daten dürfen von Amazon gespeichert werden. Was das Unternehmen in der Folge damit macht, ist unbekannt, da sich das Unternehmen dazu nicht weiter äußern möchte.

Was mit den Daten unter anderem passiert und wie sich die Anonymität im Web wahren lässt, wird auf dieser Seite ausführlicher erklärt. Wer also seine Daten hinreichend schützen möchte, sofern dieses überhaupt möglich ist, sollte explizit diese Seite näher betrachten.

So funktioniert die Anmeldung in die große App-Welt

Vor Kurzem hat Amazon drei neue Tablets vorgestellt, die in Kürze die Regale der Elektrofachmärkte füllen. Mit diesen neuen Geräten klappt die Nutzung der App Amazon Underground noch einfacher als je zuvor. Bisher musste das System von Google umgangen werden, da auf den Tablets von Amazon Android als Unterbau installiert ist. Die Benutzeroberfläche ist eine eigenständig entwickelte Software, die auf den Unterbau aufgelegt wird. Trotzdem ist der Google Store darauf installiert, ebenso wie der Amazon Shop.

Um Amazon Underground zu erhalten, muss der Amazon Shop aufgerufen werden. Dann wird die Eingabe einer E-Mail-Adresse verlangt und die Mobilfunknummer. Nach der Bestätigung, erhält der Kunde eine E-Mail mit einem Link, wird dieser bestätigt, wird der Amazon Shop um die App Amazon Underground erweitert und kann fortan vom Kunden genutzt werden. Das Angebot der Apps, die in Underground installiert sind, ist recht umfassend und täglich werden es mehr.

Amazon finanziert diese Apps über ein neues System. Der App-Entwickler erhält Geld für die Nutzungslänge seiner App. Je mehr der Anwender also eine App nutzt, desto höher steigen die Einnahmen des Entwicklers. Amazon selbst besitzt zudem noch die persönlichen Daten des Nutzers. Die Anonymität ist unter diesen Umständen nicht mehr gewährleistet. Zu viele Daten des Mobilgeräts gelangen auf die Rechner von Amazon, der verspricht, nur im Sinne des Kunden zu handeln. Dabei müssen Nutzer berücksichtigen, dass nicht nur ihre persönliche Rufnummer weitergegeben wird, sondern durch die Einsicht in das Telefonbuch, alle Rufnummer, die sich darin befinden, bei Amazon gespeichert werden.

Es ist also legitim seine Kontakte darüber zu informieren, dass ab sofort Amazon Underground genutzt wird, damit diese darüber entscheiden, ob sie ihre Daten weitergeben möchten.

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