Auch Senioren zocken online

Wer davon ausgeht, dass Online-Spiele nur die jüngere Generation ansprechen würde, der irrt. Nach einer Studie von GfK (Marktforschung) stieg das Durchschnittsalter im vergangenen Jahr deutlich an und das besonders durch den hohen Zuwachs der über 50-jährigen. Den Eintritt in die Welt der Online Spiele haben vor allem Tablets und Smartphones möglich gemacht. Auch die Spieldauer bei den Online Games stieg bei den 50- bis 64-jährigen an und liegt weit vorne. Laut Studie verbringen sie durchschnittlich knapp sieben Stunden vor dem Rechner.

Videospiele halten das Gehirn fit und können natürlich auch älteren Menschen Spaß machen. Auf dem YouTube-Kanal sind immer mehr Rentner zu finden – und das mit viel Erfolg. Videospiele sollen schaden, dieses Vorurteil vor einigen Jahren war insbesondere wegen der berüchtigten Killerspiele-Diskussion ein von Gaming-Gegnern gern und häufig vorgebrachtes Argument. Aber schon Ende 2017 stellte eine Studie kanadischer Forscher fest, dass Online Spiele viele positive Effekte haben können. Sie haben sogar eine vorbeugende Wirkung gegen Krankheiten wie Alzheimer und Demenz. Computerspiele stimulieren das Gehirn und regen die Koordination für das Kurzzeitgedächtnis an.

Spezielle Videospiele, die auf die Bedürfnisse von Senioren abgestimmt sind, braucht es vorrangig nicht. Sie bedienen sich der gleichen Games wie die junge Generation. Außerdem erobert die ältere Generation gerade aktuell die Zuschauer auf Social Media-Kanälen. Sie spielen allerdings kein Solitaire, sondern beliebte Titel wie Fortnite oder Red Dead Redemption 2. Unter dem Namen „Senioren zocken“ existiert ein Kanal, der schon jetzt als Pionier der Senioren-YouTuber gilt. Dort testet eine Rentner-Gruppe (darunter Spieler von bis zu 90 Jahren) zur Freude der Zuschauer die verschiedensten Videospiele. Rund 450.000 Abonnenten hat „Senioren zocken“ bereits und sogar den Digital-Preis der Goldenen Kamera gewonnen.

Den Einstieg in die Welt der Computer- und Online-Spiele erleichtert hat den Omas und Opas die Familie und am allermeisten die Enkel. Computerspiele können durchaus als ein verbindendes Element zwischen den Generationen funktionieren. Die Enkel finden es ohnehin cool, wenn Opa oder Oma zockt. Deshalb sollten sie sich auch nicht scheuen, das Expertenwissen der Jüngeren zu erfragen.

Da auch ältere Menschen mit Smartphone oder/ und Tablet ausgerüstet sind, nutzen sie in erster Linie Spiele, die auf einem solchen mobilen Gerät aufgerufen werden können. Bei der Spiele-Auswahl helfen unter anderem auch Seiten wie diese hier. Finden kann man dort auch die Spiele-Klassiker wie Roulette oder Kartenspiele.  Populär unter den Senioren sind aber auch Spiele-Titel wie Angy Birds oder Tetris.

Viele Senioren haben ihre Leidenschaft fürs Zocken durch Solitair-Kartenspiele entdeckt. Mittlerweile werden aber auch Blockbuster Games wie World of Warcraft gespielt. Wenig Anklang bei den älteren Spieler hingegen finden Egoshooter-Games. In den Mehrspieler-Modi halten sich wenige Senioren auf, weil sie davon ausgehen, dass sie gegen die Jüngeren keine Chance haben. Diese Annahme kann allerdings auch falsch sein, das beweist die „Senioren zocken“-Gruppe, die sich schon so manchen Preis erspielt haben.

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