Buggle 2 – Level Walkthrough + Mini Review!

buggle 2

Seit einigen Wochen befindet sich das Sequel von Cookapps’ Bubble Shooter Buggle im Soft Launch auf Facebook. Ich würde zwar nicht so weit gehen und Buggle 2 als eine Kopie von Kings Bubble Witch Saga 2 bezeichnen. Doch das der koreanische Cross-Plattform-Anbieter mit Buggle 2 seine eigene Antwort auf Kings aktuellstes Cross-Plattform-Blasenspiel unters Volk bringen will, ist geradezu offensichtlich. Stand heute ist Buggle 2 noch nicht als App erhältlich und kann vorab exklusiv auf Facebook gespielt werden.

Buggle 2 auf Facebook:
https://apps.facebook.com/buggle_two/

Ich bin ein großer Fan des originalen Buggle und freue mich auch heute nach über 3 Jahren noch über die wöchentlichen Level-Updates. Das original Buggle ist einer der wenigen Bubble Shooter, bei denen der reine Spielbereich (= Platzierungsgrenzen der Blasen auf dem Spielfeld) mit einem Seitenverhältnis von 5:3 = 1,66 noch besonders breit ausfällt (Vergleich: Buggle 2 3:2 = 1,5; Bubble Witch Saga 2 4:3 = 1,33; LINE Puzzle Bobble 0,95). Beim originalen Buggle hat man übrigens auch beim Schusswinkel den größtmöglichen Spielraum und kann besonders gut mit flachen Schüssen taktieren. Bei Buggle 2 hingegen ist schon der Abstand von der Schusskanone zur untersten Blase so hoch, dass man mit den theoretisch immer noch möglichen, flachen Schüssen nicht mehr wirklich weiter kommt. Und der extrem große Abstand hat sogar zur Folge, das man bei steileren Winkeln wirklich nochmal deutlich präziser sein muss um die Kugel auch an das gewünschte Ziel zu bringen. Die Sicht nach oben ist im Vergleich zu Buggle identisch geblieben (10,5 Blasen) und so sind schon Nuancen im Anstellwinkel wesentlich entscheidender. Buggle 2 spielt sich mangels näherer Schusskanone auch wesentlich einfältiger und weniger flexibel als der Vorgänger. Genau so wie es auch bei Bubble Witch Saga 2 gegenüber dem ersten Bubble Witch Saga der Fall ist (Anmerkung: bei Bubble Witch Saga 2 ist der maximal flache Schusswinkel deutlich steiler als bei Buggle 2, aber da flache Schusswinkel bei Buggle 2 überhaupt keinen Nutzen haben ist das im direkten Vergleich auch kein weiterer Nachteil). Bei Bubble Witch Saga 2 kommt dafür erschwerend hinzu, dass die Sicht nach oben etwas geringer ist als bei Buggle 2). Aus Spielersicht finde ich diese grundsätzliche Entwicklung sehr schade, da die Levels mit jeder Beschränkung der Spielfeldbreite, der Sicht nach oben oder der Beschränkung der Schusswinkel einfältiger werden. Für die Anbieter wiederum hat das den Vorteil, dass die Level noch berechenbarer sowie in puncto Glückfaktor noch “manipulierbarer” werden.

Auch wenn Buggle 2 wohl genau so wie Bubble Witch Saga 2 das Ziel hat, für mobile Endgeräte optimiert zu sein und damit die Spielbreite zwangsläufig unter den neuen Anforderungen leidet, hätte Cookapps wenigstens den Platz zwischen Schusskanone und den untersten Blasen geringer halten können um die Sicht nach oben zu erhöhen und flacheren Schusswinkeln gleichzeitig einen Sinn zu geben. Im Vorfeld dieses Blogbeitrags habe ich zu dem ganzen Thema mehrere Grafikvergleiche erstellt und Analysen durchgeführt und Buggle 2 ist in dieser Hinsicht das absolute Negativbeispiel gewesen. Schade, dass sich Cookapps bei der Konzeptplanung nicht einfach mal 30 Minuten mehr Zeit genommen hat.  Wer eine “optimal spielerfreundliche” Lösung für einen für Handys optimierten Bubble Shooter sehen will, dem empfehle ich mal einen Blick auf LINE Puzzle Bobble zu werfen.

Bei Buggle 2 gibt es (zumindest bislang) nicht mehr die Option, sich per Soft-Currency Booster vor Spielstart auszuwählen. Auch hier wird man als Spieler in seinen taktischen Möglichkeiten schon im Vorfeld weiter eingeschränkt. Das macht Bubble Witch Saga 2 zwar genau so, aber das es auch anders geht beweist einmal mehr LINE Puzzle Bobble. Das Buggle 2 auf dieses Feature bislang verzichtet hat, halte ich für den zweiten großen Fehler. Auf Grund diverser Bugs und einer noch nicht ausgereift wirkenden Technik, kann Buggle 2 nämlich ohnehin nicht mit Bubble Witch Saga 2 mithalten. Und damit fällt zumindest mir aktuell kein entscheidendes Merkmal ein, das Buggle 2 empfehlenswerter machen würde als Bubble Witch Saga 2.

Zumindest bei der Präsentation unterscheidet sich Buggle 2 in Detailaspekten aber positiv von anderen Spielen: Das Scrollen auf der Levelmap / Übersichtskarte wirkt besonders realistisch, da man nicht bloß zweidimensional scrollt, sondern auch ein Tiefen-Effekt eingebaut wurde. Man nähert sich also auch optisch, Stück für Stück einem Level an, u.a. auch daran erkennbar, dass der Button des anvisierten Levels immer größer wird, je weiter unten er im Spielfenster angelangt ist. Nicht mehr als eine nette Spielerei, die die meisten Spieler wahrscheinlich gar nicht bewusst wahrnehmen werden, aber immerhin.

Besonders auffällig finde ich noch die Animation von Spielecharakter Andrew (= der Bär. Benannt nach dem CEO von Cookapps). Dieser erteilt dem Spieler mitunter unmittelbar nachvollziehbares Feedback, indem er z.B. nach dem Abschuss einer Blase mit einem bösen Item den Kopf schüttelt oder aber sich bei Levelabschluss besonders gemütlich freut. Das ist ein Ansatzpunkt den z.B. King in seinen Spielen zukünftig auch noch stärker berücksichtigen könnte. Hexe Stella aus Bubble Witch Saga 2 beispielsweise ist das ganze Spiel über völlig emotionslos und damit auch weit davon entfernt, kumpelhaft oder empathisch zu wirken.

Zu guter Letzt möchte ich noch den Levelmodus “Knockdown the Honeycombs” positiv hervorheben, die leider einzig gute neue Idee von Buggle 2. Ähnlich wie bei Papa Pear Saga muss man hier nämlich frei bewegbare Honigwaben (statt Früchte) hinunter fallen lassen. Die Idee an sich ist wirklich sehr gut und hat auch Potential, wurde aber sowohl technisch als auch vom Leveldesign her bislang nur sehr stümperhaft umgesetzt. Mit der Spielphysik aus Papa Pear Saga hätte das ganze ein echtes Highlight werden können. Stattdessen kann man aktuell sogar durch die Honigwaben hindurchschießen – völlig indiskutabel und sinnfrei.

Hier ein Video dazu:

FAZIT und Buggle 2 Level Walkthrough

Buggle 2 macht eigentlich alles das kaputt, was Buggle bei seinen Fans so beliebt gemacht hat: Flache Schusswinkel, die in der Praxis auch wirklich genutzt werden können, individuelle Gratisbooster-Auswahl noch vor dem Spielstart, große Blasen, usw. Im Gegenzug setzt Cookapps nun auf deutlich kleinere Blasen, was in Kombination mit der Schusswinkel-Problematik zu einem krassen Einschnitt bei der Usability führt (= Schwieriges Visieren). Viele hinzugekommene Levelmodi, von denen nicht ein einziger vollends überzeugen kann, sorgen zwar auf den ersten Blick für vermeintlich mehr Abwechslung, bieten aber jeweils für sich betrachtet kaum Spielraum für neue Design-Varianten bei kommenden Level-Releases. Die im Vergleich zu Buggle (unnötig) gleich gebliebene Sicht nach oben bei gleichzeitig reduzierter Maximalanzahl von Blasen pro Reihe (12 statt 15) sorgt hier einfach zwangsläufig für eine zu starke Einschränkung.

Und auch wenn Buggle 2 insgesamt weder mit Bubble Witch Saga 2 noch mit anderen guten Bubble-Shootern (Bubble Witch Saga, Bubble Safari, LINE Puzzle Bobble, Buggle…) mithalten kann und unerwartet viele Detail-Schwächen aufweist, ist das neue Cookapps-Release zumindest für Genre-Fans dennoch als Zeitvertreib und neue Alternative geeignet. Darüber hinaus können wir aber keine besondere Empfehlung aussprechen.

Zu unserem Buggle 2 Level-Walkthrough:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLS7anecFfC0LxVqo5lb6ek2NBUUxom0Vk

 

 

Eine Reaktion zu “Buggle 2 – Level Walkthrough + Mini Review!”

  1. ingrid luegle

    Ich möchte nicht das alles auf meiner seite gepostet wir ,jede minute des spieles ,es nervt .also bitte buggle 2 ich möchte das dieses aufhört

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