King: Fairy Solitairy *Neues Spiel*

Ganz schön heftig wie viele neue Skill Games diesen Sommer trotz Urlaubszeit neu herausgekommen sind und es geht immer munter weiter, denn als August-Release ist nun auch das zauberhafte Kartenspiel Fairy Solitairy auf King online gegangen!

Spielregeln

Ziel ist es, alle Karten im Zielstoß rechts oben im Spielfeld in aufsteigender Reihenfolge (vom Ass bis zum König) in möglichst wenigen Zügen abzulegen.

Sie können die oberste Karte eines jeden Kartenstapels an eine passende Karte anlegen. Beispiel: Der Pikbube kann nur auf der Herz- oder Karodame abgelegt werden. Im Zielstoß kann er jedoch lediglich auf der Pikzehn abgelegt werden.

Kartenfolgen können komplett oder teilweise abgelegt werden. Pikbube und Pikdame können z. B. zusammen abgelegt werden.

Auf unbelegten Feldern zwischen den Kartenstapeln kann jede beliebige Karte abgelegt werden. (!)

Karten des Talons können entweder auf den Zielstapeln oder dem Tableau abgelegt werden.

Der Talon kann nur ein Mal verwendet werden.

Vom klassischen Solitairespiel unterscheidet sich Fairy Solitairy nur in einigen Kleinigkeiten, die vielleicht Interessanteste habe ich in den Spielregeln oben mit einem Ausrufezeichen markiert. Dementsprechend kann man dem Kartenspiel auch das hohe Suchtpotential des Klassikers nicht absprechen, aber selbst wenn sich Genre-Fans nun über ein wenig Abwechslung freuen dürfen, fallen die Besonderheiten von Fairy Solitairy insgesamt viel zu mager aus. Deadlock-Situationen die das Set unlösbar machen treten übrigens nur im absoluten Ausnahmefall (= Durchklicken des Talonstapels) auf, was zumindest Anfängern entgegenkommt. Unvorteilhaft für den Glücksfaktor wirkt sich aber aus, dass in der Mitte des Spielfelds gleich 10 statt der gewohnten  7 Kartenstapel zur Verfügung stehen was zur Folge hat, dass es sehr oft unüberschaubar viele, mögliche gute Spielzüge gibt wo oft nur Daumen drücken auf die bestmöglichste Rateentscheidung hilft, denn egal wie schnell man spielt, 3 “falsche” Klicks vor “dem richtigen” bedeuten in der Regel unweigerlich die Niederlage. Eine Bestnote gibt es aber dann doch und zwar für die perfekte Gestaltung des Spiels (v.a. Details wie der Fairy Solitairy-Schriftzug mit dem Kreuz- und Herzsymbol als i-Punkt) und die wunderbar animierte Fee. Überhaupt hat King was diese Punkte betrifft in den letzten Monaten enorme Fortschritte gemacht – viel besser geht es inzwischen eigentlich schon nicht mehr!

Es ist zwar kein Bug, aber für alle die in die Situation geraten, dass “0 mögliche Spielzüge” angezeigt werden und sich wundern, dass das Spiel trotzdem nicht automatisch beendet hier noch ein nützlicher Hinweis: In diesen Fällen gibt es immer die Möglichkeit durch das Verschieben von Kartenfolgen auf einen anderen Stapel zumindest eine Karte nach vorne zu holen, die anschließend auf einen der Zielstapel abgelegt werden kann. In Folge kann dann zwar tatsächlich eine Deadlock-Situation auftreten die zum Abbruch führt, dies muss aber nicht zwingend so sein!

Pluspunkte

Solitaire für Einsteiger, tolle Präsentation, Suchtpotential

Minuspunkte

Ideenlos, mäßige Musik (Abklatsch aus dem Spiel Farm King)

Fazit

Fairy Solitairy ist die gefühlte 20ste Solitaire-Variante auf King und da die Veröffentlichung von Golf Solitaire gerade einmal ein halbes Jahr her ist, muss die Frage erlaubt sein was ein Genre-gleiches Release zu diesem Zeitpunkt eigentlich soll. Beliebtheit von Solitaire hin oder her, ich spiele es ja auch gerne, aber eine neue Version im Zweijahresrhythmus würde es bestimmt auch tun, denn es ist ja nicht so das es keine anderen spannenden Kartenspiele gäbe die einen Platz auf King verdient hätten. Davon losgelöst ist Fairy Solitairy für sich betrachtet insgesamt aber ein gutes Spiel das sich vor allem für Einsteiger empfiehlt und schnell süchtig macht. Etwas enttäuschend sind die nur marginalen Änderungen gegenüber dem Original-Solitaire.

Grafik Musik Spaß Glück Gesamteindruck Leserbewertung

Ungenügend!Mangelhaft!Ausreichend!Befriedigend!Gut!Sehr gut!

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