Wooga: Futurama Game of Drones – (P)Review

futurama game of drones

Im Juli 2015 ist erstmals bekannt geworden, dass der deutsche Spieleentwickler Wooga an einem Futurama-Spiel für mobile Endgeräte arbeitet. Seit wenigen Tagen können sich deutsche Spieler nun für den kommenden Gratis-Download von Futurama: Game of Drones bei Google Play vorregistrieren:

Futurama: Game of Drones Vorregistrierung
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.wooga.futurama

Natürlich wird der Free2Play-Titel auch bei iTunes erscheinen. Die iOS-Version befindet sich allerdings erst seit dem 11. Januar diesen Jahres im Softlaunch in Kanada, hingegen die erste öffentlich gemachte Android-Version bereits seit dem 20. November 2015 in Argentinien verfügbar ist. Derweil sind ausserdem Kanada, Irland, Schweden, Norwegen und Bangladesch als Android-Testmärkte hinzugekommen.

Vorweg: Der Grund dieses Blogposts ist, dass ich Futurama: Game of Drones als das beste und vielversprechendste mobile Tausch-Puzzlespiel seit Candy Crush Saga ansehe, welches nicht von King produziert worden ist! Interessant: Während King kürzlich mit dem Release von Blossom Blast Saga eine eigene Variante von Woogas Jelly Splash veröffentlicht hat (den wesentlichen Unterschied stellt das mit sechseckigen Unterelementen eingeteilte Spielfeld dar), veröffentlicht Wooga mit Futurama: Game of Drones nun seinerseits eine eigene Variante von Kings Candy Crush Saga (auch hier besteht der größte Unterschied im neuen Spielfeld-Design mit seinen sechseckigen Elementen). Zufall? Die innovative Maßnahme dürfte sich in den kommenden Monaten und Jahren jedenfalls für beide Unternehmen als sehr lohnenswert erweisen.

Der zweite wesentliche Unterschied von Futurama: Game of Drones gegenüber Candy Crush Saga besteht darin, dass Woogas Spiel kein Match 3- sondern ein Match 4-Spiel ist. Aus Usersicht bedeutet dies, dass es deutlich weniger automatische Kettenreaktionen beim Spielen gibt. Ausserdem ist Woogas kommender Spielehit so programmiert, dass es nur in Ausnahmefällen zum Mischen des Spielfeldes kommt. In der Regel fallen die Dronen von oben immer so nach, dass sich zumindest ein weiterer Spielzug ergibt. Aus diesen Gründen spielt sich das Futurama-Spiel auch eine Ecke berechenbarer. Dennoch: Sowohl der Frust- als auch der Wiederspielfaktor der bislang verfügbaren 175 Level sind nahezu identisch mit denen der ersten 175 Level aus Candy Crush Saga. Hier hat Wooga also eine sehr gute Balance gefunden, 99% aller anderen Candy Crush Saga-Ableger sind in der Vergangenheit schon an dieser eigentlich sehr einfach vermeidbaren Hürde gescheitert.

Überhaupt muss ich sagen, dass mich Futurama: Game of Drones in ausnahmslos allen Punkten positiv überrascht. Hand aufs Herz: Der Erfolg von Woogas bisherigen drei Arcadespielen Bubble Island, Diamond Dash und Jelly Splash liegt in erster Linie darin begründet, dass sie immer auch die ersten Spiele ihrer Art auf den entsprechenden Plattformen waren. Vor allem Jelly Splash war (auf Grund von Woogas Reichweite) zwar sehr erfolgreich, sah aber so aus als wäre es von einem Hobbyentwickler an einem Tag programmiert und designt worden. Insbesondere war die Performance schlichtweg mies (Flash-Pufferüberlauf im Arbeitsspeicher nach ein paar Minuten Spielzeit und damit verbundene, kontinuierlich heftiger ausfallende Slowdowns) und das Spiel monatelang voller Bugs – das war für ein wichtiges Release eines so großen und erfolgreichen Unternehmens alles schon sehr extrem (ich spreche hier jeweils von der Facebook-Version). Bei Futurama: Game of Drones ist das nun aber in Gänze völlig anders und ich habe schon seit November den Eindruck, dass hier im Vergleich zu Jelly Splash ein ganz anderer Qualitätsstandard angesetzt wurde und konnte bis heute auch keinen einzigen Bug entdecken. Futurama: Game of Drones macht auf mich einen extrem ausgereiften, hochwertigen und bis aufs kleinste Detail durchgeplanten, sehr guten Eindruck. Und nicht den eines Prototyps, der “zufällig” gut bei den Spielern ankommt und dann weiterentwickelt wird. In den vergangenen 5 Jahren habe ich ein schon in einer so frühen, öffentlichen Testphase konsequent umgesetztes Spiel überhaupt nicht gesehen. Zumindest nicht von westlichen Anbietern. Daher: Hut ab, Wooga und Glückwunsch an Fox!

Neben dem abwechlungsreichen Gameplay (es gibt schon früh im Spiel eine Vielzahl verschiedene Spielmodi und Boss-Level und jeweils ein episodenbasiertes Booster-Feature, das durch wechselnde Seriencharaktere inszeniert wird und einen zusätzlichen, besonderen Spezial-Spielzug erlaubt) ist in erster Linie natürlich die Futurama-Lizenz der Hauptfaktor für das große Hit-Potential. Zu berücksichtigen ist dabei auch die Kooperation mit FOX als solche, die Wooga völlig neue und im Zuge der Lizenzvereinbarung höchstwahrscheinlich auch “kostenlose” Marketingmöglichkeiten eröffnen wird.

Aber auch aus Spielersicht dürfte es sich im Zweifel positiv auf den Spielspaß auswirken, dass es sich bei Futurama: Game of Drones um ein Lizenzspiel handelt. Denn: Wenn Wooga das Free2Play-Konzept zu nachteilig für die Spieler auslegt (und eine Pay2Win-Schiene fährt), schadet es nicht nur Wooga, sondern auch Fox und seiner “Futurama”-Marke. Wie Zynga es geschafft hat sich seine eigene Hausmarke “Farmville” herunterzuwirtschaften hatte ich in diesem Blog schonmal geschrieben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Wooga und Fox bei Futurama: Game of Drones zu viel riskieren. Auch das Gameplay ist aus Spielersicht zu 100% stimmig, dauerhaft motivierend und ergonomisch gut durchdacht. Elemente die den Spielfluss stören gibt es keine.

Noch vor Blossom Blast Saga ist Futurama: Game of Drones für mich das beste mobile Spiel des Jahres 2016. Auch wenn es den Erfolg von Candy Crush Saga nicht wiederholen können wird, kommt es von allem bisher Dagewesenen mutmaßlich am nächsten dran. Eine hochwertige Lizenz zu besorgen ist die eine Sache, diese aber auch sinnvoll zu nutzen eine andere. Wooga ist es auf beeindruckende Weise gelungen, das beste aus der Chance zu machen. Umso erfreulicher, dass der kommende Spielehit von einem deutschen Spieleentwickler stammt! Und wenn nicht gerade King oder Ende des Jahres vielleicht sogar erstmals auch Nintendo dem Ganzen noch irgendetwas Neues entgegenzusetzen haben, wird es schwer sein Futurama: Game of Drones von seinen Dronen und seinem Thron zu verdrängen (gemessen an der Qualität des Spiels als solche und nicht der Anzahl an Spielern, die es tatsächlich spielen werden).

Futurama Game of Drones Level Walkthrough

Stand heute gibt es 175 Level bei Futurama: Game of Drones. Damit ihr euch pünktlich zum anstehenden, weltweiten Launch auch bei den schwierigeren Levels immer wieder zum Weiterspielen motivieren könnt, findet ihr in unserem Youtube-Kanal wie gehabt Beispiellösungen ohne Boosterkauf für jedes einzelne Level. Unser Testspieler hat bei keinem Level mehr als 30 Versuche benötigt und auch nur bei rund 20 Level mehr als 10. Lange anhaltendem Spielspaß steht also nichts mehr im Wege! Anbei findet ihr ein Beispiel-Video vom aktuell letzten Level 175, das gleichzeitig ein Bosslevel ist und den Spieler nach erfolgreicher Beendigung mit einer der angesprochenen Comic-Zwischensequenzen belohnt!

Zur vollständigen Playlist:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLS7anecFfC0IX2pMLSWdz5E9zdlfDwoBj

Die offizielle Webseite zum Spiel findet ihr auf http://www.playfuturama.com/. Die offizielle Facebook-Fanseite, die erst vor wenigen Wochen die Marke von 10 Fans überschritten hat und zeitnah in die Millionen gehen dürfte, findet ihr auf https://www.facebook.com/FuturamaGameOfDrones.

 

 

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