King.com: Gin Rummy *Neues Kartenspiel* + Highscore Tricks

Gin Rummy heißt das neueste Machwerk von King.com und ist fortan exklusiv für alle Diamant-VIPs freigeschaltet! Nach dem kommenden Wochenende wird das Kartenspiel dann auch für alle anderen Fun- und Geldspieler des Portals aktiviert!

Spielregeln

Ziel des Spiels: Bei Gin Rummy spielen Sie das klassische Gin Rummy gegen einen Computergegner – ihr echter menschlicher Mitspieler tritt seinerseits unter den gleichen Startvoraussetzungen gegen den Computergegner an. Das Ziel ist es, als Erster 50 oder mehr Punkte zu erzielen, um das Spiel zu beenden.

Spielablauf: Das Spiel funktioniert nach den klassischen Gin-Rummy-Regeln, deren Ziel es ist, Sequenzen oder Sätze von drei oder mehr Karten zu erzeugen, um den Punktwert der nicht kombinierbaren Karten, also der unbrauchbaren Karten, so niedrig wie möglich zu halten. Sobald der Wert Ihrer unbrauchbaren Karten 10 Punkte oder weniger beträgt, können Sie klopfen, um die Runde zu beenden. Wenn der Wert Ihrer unbrauchbaren Karten null Punkte beträgt, können Sie die Runde mit „Gin“ beenden, um Bonuspunkte zu erhalten. Bitte beachten Sie, dass bei Gin Rummy das Ass immer niedrig ist. Ass-2-3 ist eine gültige Sequenz, aber Ass-K-D ist es nicht.

Gin / Big Gin: Klopfen ohne im Besitz von unbrauchbaren Karten zu sein, wird als „Gin” bezeichnet und mit einem besonderen Bonus belohnt. Wenn es Ihnen gelingt, die letzte aufgenommene Karte so zu kombinieren, dass alle 11 Karten Sätze oder Folgen bilden, wird das ein „Big Gin” genannt.

Bei jedem der Gin Rummy-Duelle, die ich bisher gespielt habe, musste ich irgendwie zwangsläufig an das alte Gimigames zurückdenken. So 100% kann ich mir keinen Reim darauf machen warum das so ist, aber exakt in der Art wie Gin Rummy auf King.com umgesetzt ist, stelle ich mir auch eine richtige coole Präsentation neuer Spiele auf Gimigames vor! Ein Stück weit liegt das wohl in der sehr schön animierten Darstellung der drei Computergegner (bzw. Computergesichter) aus Gin Rummy begründet, die von ihrem Stil her stark an an die damaligen Spieler-Avatare von Gimigames erinnern. Besonders deutlich wird das vor allem, wenn man sich nochmal diesen knapp 1 Jahr alten Teaser-Screenshot anschaut, der den leider nie veröffentlichten Skill-Games-Titel Mau-Mau-Picnic zeigt. Gänzlich neu sind übrigens auch die Gesichter-Charaktere aus Gin Rummy nicht und so sollte zumindest der alte Professor durch seinen Auftritt im Kartenspiel Scopa King den meisten Spielern bereits gut bekannt sein. Blogleser die schon länger mit dabei sind, werden sich ausserdem vielleicht auch an das im Video zu sehende Fräulein mit dem feschen Kurzhaarschnitt erinnern können, die sich klammheimlich und mitsamt identischem Hintergrund-Bildchen aus dem Facebook-Spiel Briscola King (Video) in das aktuelle Gin Rummy-Geldspiel hinein geschlichen hat!

Über die Notwendigkeit ein klassisches Multiplayerspiel unbedingt “auf Teufel komm raus” als Singleplayer anbieten zu müssen kann man sicher streiten, aber zumindest zeigt sich King.com da durchaus vorbildlich, was den Anpassungsgrad von bestehenden Spielideen an das eigene Konzept angeht. Darf die Copycat auch mal Urlaub machen! Nicht zuletzt das im vorangegangenen Jahr erschienene Scopa King ist bemerkenswertes Beispiel dafür, dass der Schuss der gravierenden Konzeptänderung nicht immer gleich nach hinten losgehen muss.

Bei Gin Rummy jedenfalls hat es der Skill-Games-Anbieter leider versäumt den Glücksfaktor adäquat in Grenzen zu halten: Das bei einem möglichen Gin / Big Gin Zugzwang herrscht und die Runde inkonsequenterweise auf einmal sofort abgeschlossen werden muss, ist in keinster Weise nachvollziehbar. Im Multiplayer stellt sich in so einer Situation natürlich überhaupt nicht die Frage zu taktieren, aber im mittelbaren Wettkampf mit dem Computerspieler ist es in vielen Fällen nicht runden-, sondern spielentscheidend, ob man z.B. statt den Gin direkt ausspielen zu müssen noch auf einen Big Gin spekuliert oder ob man die Runde sogar bewusst mit einer einkalkulierten Strafpunktzahl verliert. Schade, da hat King.com leider nicht mitgedacht und den Glücksfaktor somit noch einmal unnötig künstlich nach oben geschraubt statt die Chance für mehr Interaktion des Spielers zu nutzen.  Der Handlungsspielraum ist bei Romméspielen dieser Art ja ohnehin schon weit überdurchschnittlich eng geschnürt und dem Spieler dann auch noch die letztmöglichen, taktischen Freiheiten zu nehmen ist dann einfach nur noch über das Ziel hinaus geschossen. Wenn nichtmal mehr hohes Taktik-Risiko belohnt werden darf, hat Gin Rummy das Prädikat eines Geschicklichkeitsspiel eigentlich fast schon nicht mehr verdient.

Gin Rummy auf King.com

Pluspunkte

Schlichte aber schöne Grafik, Gin Rummy als Singleplayer

Minuspunkte

Extrem hoher Glücksfaktor, Zugzwang beim Gin / Big Gin

Fazit

Mit Gin Rummy ist King.com eine interessante, neuartige Singleplayer-Umsetzung des bekannten Kartenklassikers gelungen. Leider aber fällt der Glücksfaktor stärker ins Gewicht als notwendig, sodass man seinem Schicksal vor allem in den normalen Duellen schnell ergeben ist. Skillgaming-Einsteigern ist Gin Rummy daher nicht zu empfehlen; nur verlusterfahrene Rommé-Spieler können an Gin Rummy möglicherweise langfristig ihren Spaß haben. Skillgaming.de empfiehlt seinen Lesern auf das Spielen von Gin Rummy-Duellen mit Echtgeld-Einsatz zu verzichten und sich bei Bedarf ausschließlich auf die Jackpot-Turniere mit mehreren Teilnahmeversuchen zu beschränken (aktuell noch nicht verfügbar).

Grafik Musik Spaß Glück Gesamteindruck Leserbewertung

Grafik

Musik

Spaß

Glücksfaktor

Note

Ungenügend!Mangelhaft!Ausreichend!Befriedigend!Gut!Sehr gut!

Tipps

  1. Der Zeitbonus ist vernachlässigbar – wenn man nicht gerade in Zeitlupe spielt ;) Die Uhr läuft immer nur dann, wenn ihr selbst am Zug seid!
  2. Bildet bevorzugt Sequenzfolgen statt Sätze gleicher Kartenwerte. So seit ihr wenn sich die Runde dem Ende zuneigt flexibler. Startet deshalb auch nicht damit, bewusst Asse oder Könige zu sammeln, da diese anders als alle anderen Karten ja nur je eine Angriffsfläche für eine Sequenzfolge bieten!
  3. Bei normalen Duellen kann es anders als hier im Video gezeigt sinnvoll sein, bewusst höhere Kartenwerte zu sammeln (9er, 10er und Figuren [zählen ebenfalls 10]). Bei Highscorejagden in Jackpots aber sollte man sich damit nicht aufhalten, da am Ende nur der “Punktebonus” entscheidend ist und ihr bei übertriebenem Risiko zu sehr Gefahr lauft eine Runde gegen den Computer zu verlieren. Genau das aber darf bei der Jagd auf Highscores NIEMALS passieren, da es zu viel Punktabzug gibt.
  4. Die Highscore-Taktik besteht darin, zunächst absichtlich nicht mehr als 49 Punkte zu sammeln, um dann bei einem Stand von ca. 35-49 Punkten, in der nächsten Runde ganz schnell per Gin (25 Punkte) oder Big Gin (30 Punkte) abzuschließen. Ob ihr die Runden bis dahin mit einem der Gins beendet oder nicht ist egal, solange man damit nicht über die 49-Punkte Marke kommt. Nur wenn man schon früh in einer Runde die Möglichkeit hat einen Gin zu spielen, sollte man es im Zweifel lieber lassen, denn das Schlimmste was passieren kann ist, ungewollt mit knapp > 50 Punkten zu gewinnen, weil der Computer noch zu viele Strafkarten hat ;o
  5. Nun muss man Glück haben, dass man schnell mit Gin oder Big Gin abschließen kann und dass der Computer unvollständige, hohe Kartenwerte gesammelt hat. Man kann auch extra hohe Karten abwerfen, aber alles entscheidend ist der SCHNELLE Abschluss (setzt viel Glück voraus).

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