King.com: Papa Pear *Neues Actionspiel*

Papa Pear, das wir bereits in unserer kleinen Mini-Preview angekündigt hatten, ist am Mittwoch als neues Actionspiel auf King.com online gegangen! Es ist die erste Skill-Games-Umsetzung überhaupt, die sich an dem beliebten Gelegenheitsspiel Peggle orientiert, das man wiederum als geschicklichkeitsbasiertes Flipperspiel bezeichnen könnte. Und nein, das hat  mit Delphinen nichts zu tun ;) Zum Einstieg empfehlen wir euch am besten das obige Video anzuschauen oder die offiziellen Spielregeln zu lesen (nachfolgend)!

Spielregeln Papa Pear (King.com)

Ziel: Das Ziel des Spiels ist es, die Papa Pears aus einer Kanone am oberen Spielfeldrand abzufeuern, und sie von so vielen Dingen wie möglich abprallen zu lassen, bevor sie in einem der Kübel landen.

Spielablauf / Steuerung: 

Sie haben zu Beginn des Spiels 30 Papas, die Sie abschießen können. Sie können zielen, indem Sie die Maus bewegen. Zudem können Sie die Stärke des Schusses mit der Maus bestimmen. Wenn Sie die linke Maustaste gedrückt halten, wird der die Zielrichtung anzeigende Pfeil länger. Die Länge des Zielpfeils zeigt Ihnen an, wie stark der Schuss sein wird. Zum Abfeuern müssen Sie nur die Maustaste loslassen. Sie können drei Papas nacheinander abfeuern. Sobald einer von ihnen in einem Kübel landet, können Sie einen anderen Papa abfeuern, wenn Sie möchten. (Sie können sogar mehr als drei gleichzeitig haben, wenn Sie es schaffen, eine zweifarbige Münze zu treffen.)

Unten auf dem Spielfeld befinden sich fünf Kübel. Landet ein Papa Pear in einem Kübel, wird er farbig und wacht auf. Ein schlafender Kübel ist grau, doch wenn er aufgewacht ist, bekommt er Farbe ins Gesicht. Nachdem Sie alle fünf Kübel aufgeweckt haben, können Sie den nächsten Level beginnen. Sie sollten daher versuchen, erst so viele Dinge wie möglich zu treffen und dann in einem Kübel zu landen, der noch nicht aufgeweckt wurde. Für jedes erreichte Level werden Sie mit einem Extraschuss belohnt. Es gibt auf jedem Level ein paar Goldmünzen. Die Goldmünzen erhöhen Ihren Multiplikator. Um einen guten Punktestand zu erzielen, ist es wichtig, so viele Münzen wie möglich zu sammeln, indem Sie darauf aufprallen. Wenn Sie alle Objekte einer Art auf dem Spielfeld entfernen, erscheinen weitere Münzen.

Es besteht ein Zeitlimit von vier Minuten für das Spiel. Das Spiel ist beendet, wenn Sie entweder keine Papas mehr haben oder Ihre Zeit abgelaufen ist.

Die erste Reaktion zu Papa Pear wird bei ambitionierten Geldspielern wahrscheinlich erstmal sein: Oh nein, bitte nicht so ein Glücksspiel! Die Sorge ist auch nicht ganz unberechtigt, denn nach dem einmalig ungerechten Spiel African Rainmaker ist Papa Pear wahrscheinlich das Spiel mit dem zweithöchsten Glücksfaktor auf King.com. Aber wie genau ist das an dieser Stelle überhaupt einzuordnen? Grundsätzlich kann man sagen, dass bei den beliebtesten Multiplayer-Spielen wie z.B. Mau-Mau, Skat oder Backgammon ein mindestens genauso Glücksfaktor herrscht, bei Papa Pear allerdings ist man allerdings schonmal weder auf Karten- noch auf Würfelglück angewiesen. Der entscheidend fragwürdige Glücksfaktor bei Papa Pear besteht darin, dass man durch schon in niedrigen Leveln unglücklich verpassten Punktemultiplikatoren einen Nachteil erhält, der mit zunehmender Spieldauer kaum mehr aufzuholen ist.  Positiv festhalten muss man dagegen das Papa Pear als Singleplayer-Spiel per se immer gleiche Startvoraussetzungen für alle Mitspieler garantiert und damit grundsätzlich erstmal fair ist. Es gibt übrigens gar keine Features, die den Punktestand sprunghaft in die Höhe steigen lassen, wie man es z.B. von Flipperautomaten her kennt. Insgesamt hat sich King.com also durchaus Mühe gegeben den Skill-Impact einigermaßen aufrecht zu erhalten und insgesamt – so glauben wir – ist das in diesem Rahmen auch immer noch vertretbar. Wie anders könnte man diese Genre-Nische auch sonst in ein Geldspiel umwandeln, ohne es vorher vollends zu entfremden? Ein bisschen Boing-Boing gehört hier eben einfach dazu! Hinzu kommt, dass man auch immer verschiedene Möglichkeiten hat ein Level zu beenden, sei es durch einen platzierten Schuss in die Kübel oder durch das Anspielen einer Aufweck-Münze. Ausserdem liegt es immer in der Hand des Spielers das Beenden eines Levels bewusst hinauszuzögern. Man hat bei Papa Pear also durchaus sehr viele Taktik-Möglichkeiten!

Dennoch führt der insgesamt erhöhte Glücksfaktor (unvorhersehbare Abpraller) in unserer Bewertung grundsätzlich schonmal zu einem Stern Abzug, hinzu kommt ausserdem noch ein weiterer dafür, dass die im vorangegangenen Abschnitt genannte Unausgewogenheit verpasster Punktemultiplikatoren in niedrigen Leveln so deutlich ausfällt. Hier hätte z.B. ein Joker von 3 zusätzlichen Kugeln geholfen, die man einmalig pro Spielrunde in einem Level seiner Wahl einsetzen kann (sobald das Level eigentlich schon beendet ist – gezählt werden dann keine Punkte mehr, nur das Einsammeln von Goldmünzen wird berücksichtigt). Will heißen: Mit ein bisschen Kreativität hätte King.com den Geschicklichkeits-Faktor durchaus noch stärker und zugleich sinnvoll untermauern können.

Sowohl positiv als auch negativ fällt ins Gewicht, dass es bei Papa Pear (bislang) nur wenig verschiedene Level gibt. Auf der einen Seite kann man sich dadurch gut seine Taktiken für die einzelnen Spielfelder noch besser zurechtlegen, auf der anderen Seite wird das Spiel mangels Abwechslung auf Dauer auch etwas langweilig.

Auch wenn das Thema Glücksfaktor und die daraus resultierende Kritik hier bewusst in den Vordergrund gestellt wurde muss man auch sagen, dass gerade das hohe Maß an Unberechenbarkeit dafür sorgt, dass man an Papa Pear völlig stressfrei und ohne allzuviel Kopfzerbrechen heran gehen kann. Als entspanntes Gelegenheitsspiel ist es daher einfach sehr gut gelungen, eine erneut überzeugende Präsentation (erinnert an die alten Kirby-Spiele fürs SNES) und eine gewohnt einwandfreie Technik (Performance, Ballphysik) runden die insgesamt positive Spielerfahrung ab.

Ob man Papa Pear nun mit echtem Einsatz oder ausschließlich kostenlos spielen möchte bleibt jedem Spieler selbst überlassen. Wir halten auch das Spielen um Geld hier für vertretbar, zumindest in normalen Duellen. Bei Jackpotspielen muss man sich darüber im Klaren sein, dass es immer den ein oder anderen Ausreißer nach oben geben wird. Einzig bei African Rainmaker sieht die Sache eigentlich immer unfair aus, aber das wäre ein anderer Testbericht.

Papa Pear auf King.com

Papa Pear – Faktencheck

Das ist gut! Das ist nicht so gut!
Positiv Beliebte Spielidee aufgegriffen
Positiv Fairer als jedes Flipperspiel
Positiv 100% stressfreies Gameplay
Positiv Technik & Präsentation super
Negativ Glücksfaktor
Negativ Wird schnell langweilig

Fazit

Papa Pear auf King.com ist ein vollkommen neuartiges, sehr unterhaltsames Skillgame! Auch wenn es für dieses Actiongame auf Grund des Genre-bedingt erhöhten Glücksfaktors sicher keine Bestnote geben könnte, wäre mit ein bisschen mehr Punkte-Fairness zumindest noch ein “Gut” realistisch gewesen. Am Ende kommen wir in unserem Test auf ein insgesamt zufriedenstellendes Spiele-Release, an dem auch neugierige Einsteiger ihren Gefallen finden könnten!

Auf das Release von Papa Pear Saga auf Facebook darf man nun auch schonmal gespannt sein, denn gerade für dort sieht die Spielmischung aus Können und Glück wirklich richtig vielversprechend aus.

Spieler Dauer Grafik Musik Spaß Glück Leserbewertung

Singleplayer

Spielzeit

Grafik

Musik

Spaß

Glücksfaktor

Ungenügend!Mangelhaft!Ausreichend!Befriedigend!Gut!Sehr gut!

1 4 top top ok mittel Abstimmen!
Papa Pear Testsiegel (King.com)

5 Reaktionen zu “King.com: Papa Pear *Neues Actionspiel*”

  1. Derio

    müsste es bei dem glücksfaktor nicht eine 6 geben und ‘hoch’ heissen?

    es gibt ja auch ein flipperspiel auf king, dort besteht die herausforderung und die strategie darin, die kugel solange wie möglich im spiel zu halten und die zeit voll auszunutzen, indem man sie durch ‘rütteln’ (leertaste) steuern bzw. retten kann, wenn sie z.b. zufällig durch die seitenbahnen gefallen ist und scheinbar schon verloren geglaubt ist oder sichtbar gerade in der mitte nach unten fällt

    dieses rütteln gibt es ja auch bei echten flippern

    meiner meinung nach ist flipper also keineswegs ein glücksspiel, sondern erfordert nur ziemlich viel übung, für anfänger schwierig und scheinbar reines glück, ‘unvorhersehbare abpraller’ oder glückstreffer fallen dann also auch nur bei anfängern ins gewicht

  2. Derio

    ‘ Mit ein bisschen Kreativität hätte King.com den Geschicklichkeits-Faktor durchaus noch stärker und zugleich sinnvoll untermauern können. ‘

    so einen rütteler oder eine ähnliche steuerungsmöglichkeit hätte man also auch bei papa pear einbauen können, wenn king das gewollt hätte

  3. skillgamer

    Bei einem Glücksfaktor von 6 würde es sich um ein reines Glücksspiel handeln, d.h. man hat selbst überhaupt keinen Einfluss auf das was kommt (Aquarius). Bei Papa ist es aber so, dass man immer noch eine Vielzahl an Möglichkeiten hat, z.B. Richtungsvorgabe der Kugel und auch der oder die ersten Abpraller lassen sich noch voraus berechnen. Man kann ausserdem auch darauf konzentrieren die Chilis zunächst wegzuräumen um Bonusmünzen zu erhalten etc. Ausserdem is tes so, dass sich der Glücksfaktor in puncto Abpraller im Verlaufe des Spiels recht stark ausgleicht, man hat ja insgesamt 30 Kugeln und somit sehr viel. Als Vergleich dazu wäre African Rainmaker eine 5 vom Glücksfaktor und das ist nochmal ein deutlicher Unterschied zu Papa Pear.

    So ein Rüttel-Feature hätte sicher auch zu mehr Chancengleichheit beigetragen. Finde die Idee auch gut.

  4. Derio

    ok, verstehe, aber es muss ja dann trotzdem bei einer 4 ‘hoch’ heissen und nicht ‘niedrig’ ?!

  5. skillgamer

    Ja hoch bzw. mittel, niedrig mit Sicherheit nicht. War ein Copy&Paste Fehler, danke für den Hinweis!

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