Playadeal: Interview mit Geschäftsführer Helge Borgarts (Teil 1)

Heute gibt es den ersten Part des versprochenen, zweiteiligen Interviews mit Playadeal! Helge Borgarts, Geschäftsführer der phenomedia publishing GmbH, hat sich die Zeit genommen um ein wenig über die Hintergründe der neuen Skill Games Plattform zu erzählen und die ein oder andere aller noch offenen Fragen zu beantworten. Viel Spaß beim Lesen!

1. Mit Playadeal haben Sie eine völlig neuartige Geschicklichkeitsspiele-Plattform ins Leben gerufen. Viele Spieler sind nun natürlich neugierig wie es zu dieser tollen Idee kam, evtl. können Sie uns zum Einstieg ein paar Details zur Entstehungsgeschichte von Playadeal erzählen!

Wir haben lange überlegt welchen Weg wir Online gehen sollten. Mit dem Moorhuhn haben wir bewiesen daß wir es verstehen neue Ideen und Trends zu setzen und diese auch nachhaltig aufzubauen und zu entwickeln. Da lag es nahe, daß wir uns für den Bereich Online etwas Neues überlegen, das bestehende Technologien und Netzwerke in einer innovativen Weise zusammenführt. Das Ergebnis was schließlich PLAY A DEAL, eine Plattform auf der man zum ersten Mal live Moorhuhn gegeneinander spielen kann, die sich nahtlos in aktuelle soziale Netzwerke eingliedert und die es ermöglicht mit kleinen Investitionen, große Produkte abzuräumen. Das was nun in der Darstellung einfach und spielerisch daherkommt, hat einiges an Überlegungen, Planungen und auch einige technische Hürden bedeutet die wir aber erfolgreich gemeistert haben.

2. Was waren die konkreten Gründe für und welches die besonderen Herausforderungen der Entwicklung eines stufenbasierten Gewinnsystems bei dem erstmals kostenlos um Sachpreise gespielt werden kann?

Das Turniersystem ist eine der möglichen und die derzeit angebotene Variante auf PLAY A DEAL. Es ist denkbar daß zukünftig neben den Turnieren auch andere Spielvarianten angeboten werden. Die Besonderheit an dem aktuellen Turniermodell in PLAY A DEAL ist, daß der Gewinner einen Level aufsteigt und der Verlierer einen Level zurückfällt, dieser aber von dort direkt weiterspielen kann. Das ist anders als in Ausscheidungsturnieren wo der Verlierer ja ganz aus dem Turnier fliegt. Zudem spielen immer nur Spieler des gleichen Levels miteinander, was die Chancengleichheit erhöht. So entstehen über ein Turnier natürlich entsprechend viele, spannende Duelle. Für den Anbieter des Produktes zahlen natürlich das positive Erlebnis des Spielens sowie der attraktive Wettbewerbsgedanke auf das Produkt oder die Marke positiv ein.

In den kostenlosen Turnieren gibt es den Spielspaß und auch aktuelle Produkte tatsächlich ganz ohne Einsatz. Die Produkte werden hier von uns oder den Partnern zur Verfügung gestellt. Grundsätzlich ist das Spielen aber nicht immer kostenlos. In den Premium-Turnieren verbraucht der Spieler in den Spielen eine Ingame-Währung. Bei dem Moorhuhnspiel ist dieses z.B. Munition. Wenn diese verbraucht ist kann er erst weiterspielen wenn er sich neue Munition verschafft hat. Die dazu notwendige Währung auf PLAY A DEAL sind Coins. Dieses können gekauft und dann automatisch in die jeweilige Spielwährung, also z.B. Munition, umgewandelt werden. Den aktuellen „Wechselkurs“ kann man immer in seinem Profil sehen. So kann man sich mit wenigen Euro und etwas Geschick tatsächlich auch ein teures Produkt, z.B. ein iPad 2, erspielen, aber es ist eben nicht ganz kostenlos, denn wir müssen die Produkte natürlich auch finanzieren.

3. Werden die Sachpreise eigentlich von Sponsoren bereit gestellt und soll es langfristig bei solchen Gewinnen bleiben oder behalten Sie sich für die Zukunft auch noch die Option für einen Echtgeld-Modus vor? (Leserfrage)

Für einige der Produkte haben wir tatsächlich tolle Kooperationspartner die uns Produkte zur Verfügung stellen, andere Produkte kaufen wir ganz normal. Wie bereits erklärt, gibt es mit den Premium-Turnieren einen Ansatz der die Investition kleiner Geldbeträge für sehr teure Produkte jetzt schon vorsieht. Wir werden das Angebot zukünftig um besondere Preise wie Meet & Greets oder Erlebnispreise erweitern, ein Teil der Turniere wird aber in jedem Fall kostenlos bleiben.

4. Was macht Playadeal für Spieler interessanter als die klassischen Skillgaming-Webseiten wie etwa Gameduell und King? In welchen Punkten besteht dagegen noch Aufholbedarf?

Gameduell und King sind tolle Spieleseiten die sehr transparent sind und ein klares, hochwertiges Spieleangebot haben. Was die Kommunikation und umfangreiche Angebot angeht können wir da sicherlich noch viel lernen. Wir glauben aber daß die direkten Live-Duelle ein Pluspunkt für PLAY A DEAL sind. Hier spielen die Spieler nicht rundenbasiert, sondern treffen direkt aufeinander und das spürt man in den Duellen. Das Spielerlebnis ist viel intensiver und unmittelbarer. Außerdem steht bei uns nicht der direkte Geldgewinn im Vordergrund, sondern die Chance auf ein ungleich größeres und attraktiveres Produkt zu einer sehr fairen und geringen Investition.

5. Das wichtigste und innovativste Spiel Ihrer Plattform ist das gewohnt schön umgesetzte Multiplayer-Moorhuhn. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der kürzlich beendeten Partnerschaft mit Gameduell und Playadeal? Inwiefern war die durch die mit der Gameduell-Kooperation gesammelte Erfahrung im Skill Games-Bereich auch bei der Entwicklung von Playadeal hilfreich?

Beide Anbieter hatten das Moorhuhn für ihre Plattform lizenziert. Das war für PLAY A DEAL natürlich etwas leichter, da Lizenzgeber und Inhaber der Plattform dasselbe Unternehmen sind. Um die Moorhuhn Lizenz passieren im Moment viele spannende Dinge die aber nichts mit PLAY A DEAL zu tun haben und der Moorhuhn-Lizenzgeber hat sich in diesem Zusammenhang einfach dazu entschlossen einige Lizenzverträge nicht mehr zu verlängern. Das Moorhuhn war ja recht lange und erfolgreich auf Gameduell präsent, allerdings hat über den Austausch der Lizenz nie ein Austausch die Plattform, Mechaniken etc. betreffend stattgefunden. Entsprechend konnte man leider auch nichts voneinander lernen. Von dem Moorhuhn wird man übrigens bald auf verschiedenen anderen Plattformen tolle Neuigkeiten hören.

6. Dürfen wir demnächst auch weitere Moorhuhnspiele auf Playadeal erwarten? Ich denke da konkret an bereits erfolgreiche Phenomedia-Titel wie Moorhuhn Soccer oder Moorhuhn Mahjong, die nicht nur als Einzelspieler sondern sicher auch als Multiplayerspiel eine gute Figur machen könnten. Als Vorschlag eines Bloglesers wurde zudem die mögliche Umsetzung eines Splitscreen basierten Multiplayer-Ableger von Tetris genannt, die auf den ersten Blick wie zugeschnitten auf das Konzept ihrer Plattform scheint.

Wir möchten PLAY A DEAL mittelfristig weiter für Entwickler und neue Ideen öffnen. Das Angebot an Spielen soll genauso wie das Angebot an Produkten kontinuierlich ausgebaut werden. Wir sind sehr offen ob dieses Moorhuhnspiele sein werden oder eine Tetris-Variante und werden uns da ganz nach den Wünschen der Spieler richten.

7. Noch einmal zurück zur Idee des Splitscreens: Im Spiel 3 Jewel Match sieht man auf der rechten Spielhälfte ein leeres Feld, dass den Eindruck suggeriert, als ob ursprünglich vorgesehen war, dass man dort das Spielgeschenes seines Duellpartners live mitverfolgen kann. Wird es ein solches Feature tatsächlich noch geben?

In Teilen ist das bereits so. Man sieht z.B. entsprechende Sonderkombinationen und den aktuellen Punktestand des Live-Gegners. Das Spielfeld ist tatsächlich auch eigentlich nicht leer, sondern wir decken es derzeit aus rein performance-technischen Gründen ab, da die Übertragung und Synchronisation der Live-Daten sehr viel Traffic bedeutet. Für den Spieler sieht das aber natürlich wie ein nahezu leeres Feld aus. Allerdings optimieren wir die Technologie stetig weiter und hoffen, daß wir die Abdeckung zeitnah wieder weglassen können um noch mehr Spannung in den Duellen zu vermitteln.

8. Weiterhin kam der Wunsch auf, dass  der Spielsteintausch bei 3 Jewel Match nicht nur durchs Anklicken sondern auch durch das aus anderen Umsetzungen bekannte und etwas bequemere Ziehen funktionieren sollte. Sind nachträgliche Anpassungen der Spiele auf Playadeal überhaupt noch möglich und erwünscht? (Leserfrage)

Natürlich sind solche Anpassungen grundsätzlich immer möglich und werden auch vorgenommen wenn die Spieler das wünschen. Wir müssen aber in jedem Einzelfall prüfen welche Auswirkungen die Änderung hat, da Live-Duelle einen deutlich höheren technischen Aufwand bedeuten als rundenbasierte Spiele wie z.B. Billiard, da jeder Spieler zu jedem Zeitpunkt dieselbe Spielinformation sehen muß. Entsprechend hoch ist der Aufwand die Daten zu synchronisieren. Das „Ziehen“ heißt z.B. eben auch, daß die Bewegung der Steine unterschiedlich lang sein kann und entsprechend aufwendig synchronisiert werden muß. Wenn die Möglichkeit besteht daß die Performance des Spieles oder die Chancengleichheit in irgendeiner Art beeinträchtigt werden, setzen wir Änderungsideen nicht um.

Interviewpartner:

Helge Borgarts, CEO phenomedia publishing gmbh

2 Reaktionen zu “Playadeal: Interview mit Geschäftsführer Helge Borgarts (Teil 1)”

  1. smubaer

    Eindeutiges Manko ist die Mainsite von Playadeal. Ich habe es als störend empfunden, dass es dort ohne Registrierung keine Spieleübersicht gibt! Was mich persönlich dann erstmal vom Registrieren abgehalten hat!! Mehr Transparenz bitte.
    Eine interessante Frage wäre zudem für die Masse der Spieler, ob ein guter Spieler Gewinnchancen hat, oder aber auch wie auf manch anderen Seiten nur die Elite von den besseren bis sehr guten Preisen profitiert. Möchte dazu vielleicht mal nen Artikel anregen, der die Gewinnmöglichkeiten im direkten Vergleich, aber wie schon gesagt unter dem Aspekt der “Masse der Spieler”, unter die Lupe nimmt. Viel Arbeit für Dich ;)

  2. skillgamer

    Die Spieleübersicht ohne Registrierung gibt es seitdem ich den ersten Artikel zu Playadeal geschrieben habe, weil man bei Klick auf “Zum Spiel” automatisch einen temporären Benutzernamen erhält ohne personenbezogene Daten hinterlassen zu müssen. Bei Gefallen kann man sein Profil und Spielfortschritt aber “sichern” indem man die üblichen Daten komplettiert.

    Ein guter Spieler hat auf Grund der temporären Teilnahmesperren für frische Gewinner bei den kostenlosen Turnieren auch realistische Chancen auf einen Preis. Bei den Premiumturnieren, die derzeit noch über einen vergleichsweise langen Zeitraum laufen hat die “Elite” natürlich bessere Karten, denn das stufensystem ist ja darauf ausgelegt das am Schluss immer “der beste” vorne landet. Mit der richtigen Taktik sollte der Sprung von “gut” zu “elite” aber recht schnell möglich sein und ab diesem Zeitpunkt stehen die Chancen bei Duellen mit starken Gegnern nahezu 50:50. Übung macht den Meister ;) Ansonsten gibt es auch noch die Tagesverlosungen mit denen man durch bloßes Vielspielen Gewinne erzielen kann. Im zweiten Teil des Interviews gibt es dazu aber auch noch eine Frage+Antwort!

Einen Kommentar schreiben