Royalgames: Stitcheroo – Puzzlespiel

Royalgames hat nach einer verdienten Releasepause von einem Monat, gestern wieder ein neues Singleplayer-Puzzlespiel veröffentlicht: Stitcheroo. Wie immer ist das Skillgame zunächst exklusiv für Diamant-VIPs verfügbar, bis es dann ab kommenden Montag für alle Goldspieler live geschaltet wird!

Die Plushies haben es satt, in den Regalen des Kurzwarenladens festgehalten zu werden. Schließe dich der kuschelweichen Rebellion an und hilf ihnen zu entkommen!

Stitcheroo online spielen – Royalgames

Spielziel: Verschiebe Plushies über das Spielbrett, um so viele Level wie möglich abzuschließen, bevor die Zeit abläuft und keine Spielzüge mehr möglich sind! Um ein Level abzuschließen, muss der Punktestandmesser, also der Reißverschluss, bis ganz nach oben gelangt sein. Dies geschieht durch das Erzeugen von Kombis, das Entfernen von Fingerhüten und das Aufsammeln von goldenen Knöpfen.

Spielablauf: Kombis entstehen durch das Verschieben von Plushies. Bilde Gruppen von mindestens drei Gleichfarbigen. Sobald eine Kombi erzeugt wird, verschwindet die Gruppe und neue, zufällige Plushies fallen von oben nach. Diese Plushies können dabei sofort neue Kombis erzeugen.

Jedes spielbare Plushie kann nach oben, unten, links oder rechts geschoben werden und bewegt sich so lange unter allen anderen Plushies hindurch, bis es auf ein Plushie der gleichen Farbe, einen Fingerhut, oder eine Mauer trifft und in seiner Bewegung gestoppt wird.

Wenn ein Plushie über das Spielbrett verschoben wird, bewegen sich alle Plushies, an denen es sich vorbeibewegt um einen Schritt in die entgegengesetzte Richtung, was Kettenreaktionen auslösen und neue Kombis erzeugen kann.

Fingerhüte sind beseitigbare Hindernisse, die wie Mauern funktionieren, und unter denen goldene Knöpfe versteckt sein können. Um Fingerhüte zu beseitigen, müssen neben ihnen Kombis erzeugt werden. Bronzene Fingerhüte brauchen zwei Kombis, bis sie beseitigt sind, während silberne Fingerhüte schon nach einer Kombi verschwinden.

Goldene Knöpfe sind auf dem Spielbrett verstreute Extrapunkte. Jedes abgeschlossene Level gewährt drei zufällig platzierte goldene Knöpfe, die entweder offen sichtbar erscheinen, oder aber versteckt unter einem Fingerhut. Um einen goldenen Knopf aufzusammeln, muss sich ein Plushie über sein Feld bewegen oder direkt auf seinem Feld zum Stehen kommen. Offen liegende goldene Knöpfe, die nicht vor Abschluss eines Levels aufgesammelt wurden, werden in das nächste Level hinübergerettet, während alle noch verborgenen Knöpfe verloren gehen.

Spezialkombis:  Eine 4er-Kombi entfernt eine vollständige Reihe oder Spalte. Eine 5er-Kombi entfernt sämtliche Plushies der gleichen Sorte vom gesamten Spielbrett. Eine 6er-Kombi lässt ein Plushie quer über das ganze Spielbrett hüpfen. Eine 7er-Kombi leert das gesamte Spielbrett und sammelt alle goldenen Knöpfe auf.

Stitcheroo ist wieder typisch bunt, einmal mehr ein Match 3-Skillgame und spielt sich trotzdem total anders als alles bisher da gewesene. Gehen Royalgames eigentlich nie die Ideen aus? Verblüffend! Der neueste Streich lässt sich als eine Art Zwischending aus Candy Crush und Chuzzle beschreiben. Auf der einen Seite kann man seinen Plushie nämlich einfach mit einem angrenzenden Plushie kombinieren (macht nur selten Sinn, Achtung: Plushie läuft ggf. weiter) und auf der anderen kann man seinen ausgewählten Stoffcharakter auch gezielt durch ganze Reihen und Spalten jagen, sodass er auf seinem Weg gleich mehrere Kombinationen auslösen kann. Ähnlich wie bei Chuzzle verschieben sich dabei die Plushies, die das angestoßene Plushie überholt, um jeweils eine Position nach hinten.

Um die eigenwillige Spielmechanik wirklich verstehen zu können, muss man Stitcheroo am besten selbst ausprobieren. Der Einstieg ins Spiel verläuft auf Grund des vergleichsweise hohen Anspruchs ohnehin ziemlich träge, zumal am Anfang auch nicht wirklich klar ist, wie Stitcheroo im Detail funktioniert. Das heißt vor allem: Wann stoppt das angestoßene Plushie eigentlich wieder? Wie sammelt man Münzen ein? Während Royalgames bei einigen seiner Releases ja immer mal wieder interaktive Tutorials bereitstellt, wurde bei Stitcheroo leider komplett darauf verzichtet. Es wäre einfach super hilfreich gewesen, wenn man einmal Schritt für Schritt erklärt bekommt, wie das Gameplay funktioniert und worauf man bei der Suche nach möglichen Spielzügen achten sollte. Die kurzen Animationen in der Anleitung vor Spielstart sind für Anfänger leider vollkommen unzureichend. Wünschenswert wäre hier gewesen, auch ein größeres, realitätsnäheres Spielfeld abzubilden, an dem man auch besser erkennen kann wie sich die überholten Plushies um eine Position nach hinten verlagern, dadurch ggf. selbst Kombinationen auslösen, etc. pp.

Ich habe bestimmt 30 Minuten gebraucht, bis ich wirklich verstanden habe worum es eigentlich geht; wer sich für Stitcheroo interessiert, sollte also auf jeden Fall Ausdauer mitbringen und sich wirklich mit dem Spiel auseinandersetzen wollen. Aus diesem Grund ist dieses neuartige Puzzle-Skillgame auch absolut nichts für Anfänger. Im Gegenteil handelt es sich hier sogar um ein überaus anspruchsvolles Profispiel, denn das gezielte Positionieren von Plushies auf dem Spielfeld ist mitunter sehr, sehr tricky und fordert einiges an Denkarbeit und Konzentrationsvermögen.

Das Gameplay an sich ist grundsätzlich nicht schlecht, die Spielidee mit dem Schießen der Plushies an sich sogar hervorragend. Dennoch ist Stitcheroo vom Komplexitätsgrad doch einen Tick zu ausgeklügelt bzw. umfangreich. Was zum Beispiel vollkommen überflüssig ist, sind die doppelten, bronzefarbenen Fingerhüte. Die Anzahl an Spielzügen ist ohnehin schon stark limitiert. Oder auch die Übernahme von Münzen in höhere Level. So hilfreich sind die Münzen nämlich auch nicht mehr, wenn sie in hoher Anzahl irgendwann das ganze Spielfeld blockieren, denn vereinzelt sind die Level-Spielbretter auch noch ziemlich klein. Wahrscheinlich wäre es zudem besser gewesen, die Anzahl der Level auf 1 bis 3 zu beschränken und / oder die Levelziele anders zu definieren. Zum Beispiel: Bilde drei 6er Kombinationen und drei 5er Kombinationen um das nächste Level zu erreichen. Das quasi 1:1 übernommene Levelsystem aus Candy Crush passt einfach nicht optimal zum Stitcheroo Spielprinzip. Die Level sind oft zu schnell zu Ende.

Frei von jeder Kritik sind dafür natürlich wieder die detailverliebte grafische Präsentation, sowie die ungemein tolle Musik, die deutlich an das Intro aus Blob’s Diner erinnert.

Ein zukünftiges Release von Stitcheroo Saga auf Facebook halten wir für ausgeschlossen. Das Spielprinzip ist für die breite Masse an normalen Gelegenheits- und reinen Unterhaltungsspielern viel zu schwierig, anspruchsvoll und letzten Endes frustrierend. Da hat King mindestens 10 bessere, innovative Spielideen in der Hinterhand, die sich viel eher für eine Social- und Mobile-Games-Umsetzung eignen.

stitcheroo royalgamesStitcheroo kostenlos spielen – Faktencheck

Das ist gut! Das ist nicht so gut!
Positiv Spielmix aus Candy Crush & Chuzzle
Positiv Anspruchsvolles Spiel für Profis
Positiv Gewohnt perfekte Grafik und Sound
Negativ Schwaches Tutorial / Schwerer Einstieg
Negativ Für Anfänger ungeeignet
Negativ Gameplay nicht optimal

Fazit

Stitcheroo auf Royalgames ist eines der wenigen Spiele, welches man nicht unbedingt ausprobiert haben muss, da es nur für einen sehr kleinen Spielerkreis wirklich interessant ist! Skillgames-Anfänger können sich eine Auseinandersetzung von vorne herein sparen, Puzzle-Profis hingegen sollten sich am besten so früh wie möglich darum bemühen Spielerfahrung zu sammeln und die Spielmechanik vollständig zu verstehen. Der taktische Anpruch ist sehr hoch, das gilt nicht nur für die notwendige Mustererkennung bzw. Analyse der Spielbrettsituation, sondern insbesondere dann wenn es darum geht, vorauszuplanen und selbst große Gruppen gleichfarbiger Plushies auf dem Spielbrett zu formieren. Der Glücksfaktor ist dabei gelegentlich hinderlich und im Zweifel einen minimalen Tick zu hoch (Nachfolge-Kombis durch herabfallende Plushies), aber letzten Endes immer noch fair und vertretbar. Einmal mit dem Gameplay vertraut macht Stitcheroo ausserdem richtig Spaß, bloß der Weg dahin ist sehr, sehr steinig.

Und zum Schluss: Royalgames hat sich mit Stitcheroo ganz offensichtlich wieder SEHR viel Mühe dabei gegeben, sich ein ganz neues Puzzlespiel für seine Kunden auszudenken! Das machen und schaffen nur die wenigstens Anbieter. An dieser Stelle einfach mal Vielen Dank dafür!

Spieler Dauer Grafik Musik Spaß Glück Leserbewertung

Singleplayer

Spielzeit

Grafik

Musik

Spaß

Glücksfaktor

Ungenügend!Mangelhaft!Ausreichend!Befriedigend!Gut!Sehr gut!

1 4 top top ok mittel Abstimmen!
Royalgames Stitcheroo

3 Reaktionen zu “Royalgames: Stitcheroo – Puzzlespiel”

  1. Derio

    meiner meinung nach liegt der glücksfaktor zwischen 4 und 5, da bei gleichstarken spielern, also welchen, die schon etwas erfahrung haben und wissen wie das spiel funktioniert, zum großteil das glück entscheidet

    im allgemein sind das aber fast alles keine skillgames im ursprünglichen sinne mehr, diese zeiten sind lange vorbei bei royalgames

    50% glück und 50% geschick ist mittlerweile normal geworden, wie sollte man das also nennen ?

  2. skillgamer

    Ja, ich kann deine Sichtweise nachvollziehen. Finde aber das 5 definitiv übertrieben wäre. Über 4 kann man meinetwegen streiten. Grundsätzlich ist es ja erstmal bei jedem Spiel so, dass ab einem gewissen Niveau und bei gleichstarken Mitspielern das Glück entscheidet. Von daher geht es eigentlich erstmal darum ob dieser Punkt sehr schnell erreicht ist oder nicht. Bei Stitcheroo ist er auch sicher schneller erreicht als bei anderen Skillgames, aber auf der anderen Seite muss man sich auch erstmal gut mit dem Spiel auseinandersetzen bis man es überhaupt vollends verstanden hat und Muster bilden kann, etc.. Es gibt daher vor allen in den niedrigen Rangstufen überdurchschnittlich viele Anfänger die man relativ einfach “abzocken” kann und “leichte Beute” für Profispieler sind.

    Es ist als Plattformbetreiber wohl nicht möglich ausschließlich 100%ige Skillgames anzubieten, denn dann ist die breite Masse an Spielern (= Anfänger, Gelegenheitsspieler) schnell demotiviert, zahlt überhaupt nicht mehr ein und fällt komplett weg. Ich will Royalgames jetzt auch nicht übermäßig in Schutz nehmen, aber es gibt nunmal auch gute Gründe dafür, dass nicht jedes Game ein reines Skillspiel ist. Ich finds persönlich auch doof. Ist aber nunmal so. Bei Stitcheroo hat Royalgames den Glücksfaktor wenigstens nur sehr moderat künstlich hochgeschraubt (Kettenreaktionen nachfallender Steine).

  3. Derio

    der glücksfaktor hat mit ‘kettenreaktionen nachfallender steine’ aber überhaupt nichts zu tun, es geht darum, dass die steine manchmal zufallsbedingt günstig und manchmal ungünstig oder gar total verbaut liegen

    nur im ersten level bekommen alle diesselben steine, wenn ein spieler nur einen zug anders macht als der andere, kann er durch glück im nächsten level auf anhieb einen 6er formen und der andere durch pech nur 4er

    bauen kann man die kombis oft nur schwer oder in zugebauten leveln überhaupt nicht

    das bedeutet, dass man in jackpot-turnieren und challenges, selbst im untersten rang, ohne viel glück keine chance auf einen hohen gewinn hat, habs jetzt lange genug ausprobiert

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