Userfeedback von Tobias Claren

Gestern Abend hat uns ein Leser eine ausführliche Kritik/Meinung zu folgender Diskussion/Problemstellung in der Stern-Community geschrieben:

http://www.stern.de/forum/showflat.php?Cat=7&Number=1229487&page=0&view=0&sb=5&o=

Wer keine Zeit/Lust hat, sich diese Diskussion im Stern-Forum vollständig durchzulesen, dem sei zusammenfassend erklärt, dass es in Ermangelung von Auszahlungen auf Seiten Kings immer wieder zu starker Kritik durch die Benutzer kommt.

Im folgenden werden die ungekürzten Statements unseres Lesers kursiv dargestellt – unsere Anmerkung entsprechend der Standardschriftart. Vielen Dank für die eingereichte Meinung. Wir von skillgaming freuen uns über jede fundierte Form von Lob/Kritik.

“Unglücklicher Seiteneffekt”?
Ich glaube zwar nicht das King vorsätzlich betrügt, aber deren Verhalten erinnert an die Geschichten von PayPal-Opfern. Und gegen PayPal gibt es schon extra Internetseiten.
King würde so eine Antiseite mit eigener Domain gut tun.
Misstrauisch zu sein ist in Ordnung, aber das ist Paranoid. Kriminell paranoid.

– Grundsätzlich finden wir die Skepsis auch etwas übertrieben. Man muss jedoch anmerken, dass Anbieter solcher Spieleplattformen – egal wie sie nun heissen – auch verpflichtet sind Betrug zu unterbinden. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass die Sicherheitsstandards des Unternehmens nachweislich zu niedrig angesetzt waren (unterhalb der Grenze für festgelegte Standards wie DIN, ISO, uvm.), so kann als letzte Konsequenz sogar die Existenz des Anbieters in Gefahr kommen. 

Jeder der so Seite unterstützt oder aufmachen will kann mich fragen wo man eine sichere Domain bekommt (sicher vor Abmahnanwälten), und wie man fertige Scripte wie phpBB (Forum) bzw. ein CMS oder ein Blog installiert.
Sind übrigens bei dem Safehoster (ignorieren auch deutsche Gerichte wenn sie nicht müssen [z.B. durch ein US-Gericht oder das FBNI gezwungen werden]) den ich dafür kenne 95 Eurocent pro Monat (10GB/10GB, php, MySQL, unl. Subdomains usw..) inkl. einer Domain.

– Naja. Eine explizite “Antiseite” gegen King halten wir für nicht wirklich vertretbar. Der Gedanke eine Community zusammenzufinden die gute Argumente findet, sodass auch (beispielsweise) King an einem Dialog interessiert sein wird, wäre sicherlich eine interessante Option. Jedoch muss man immer berücksichtigen, wie hoch der prozentuale Anteil derjeniger ist, die (vorläufig) keine Auszahlung erhalten. Wir überdenken das ganze Team-Intern und werden in den nächsten Tagen entscheiden ob wir eine Art Unterschriftenaktion und ein Forum explizit zu dem Thema online stellen werden. Sind Dir bereits mehrere Benutzer bekannt, die dies in Anspruch nehmen würden, so würde das unsere Entscheidungsfindung ggf. beschleunigen, da wir die Problematik erkennen und deine Meinung unter Beachtung der oben beschriebenen Ausführung auch vertreten.

“Videos ohne Mauszeiger” sind doch kein Problem bei diversen Bildschirmrekordern?
Die Erklärungen von King sind erbärmlich. Deren Verständnis geht wohl davon aus, dass man eine Videokamera auf den Bildschirm richten muss.

– Uns liegt leider keine solche explizite Erklärung vor bzw. wissen wir nicht genau was du meinst. Grundsätzlich finden wir Kritik an solchen Videos ohne Mauszeigeraufnahme o.ä. auch eher unbegründet. Das man nichtsdestotrotz gegen Bots vorgehen muss, steht ausser Frage. Ein solches Video ist aber eben in 99% der Fälle kein Beweis/Gegenbeweis eines Betrugsfalles.

Hat denn niemand eine Rechtsschutzversicherung und geht gegen die vor?
Die Chancen sind doch sehr hoch? So hoch, dass auch Verbraucherzentralen klagen dürften.
Man muss nur genug Leute sammeln, die dann ihre Beschwerde an die Verbaucherzentrale machen.
Das sollte doch im Sinne dieser Seite sein, da mal was zu bewegen, oder?

– Wir selbst sind nicht direkt nicht betroffen und uns fehlt es an einer ausreichenden Anzahl an Usern, welche deine Meinung vertreten (und/oder eben explizit Betroffene).

Es scheint schon zu genügen, wenn zwei Leute am selben Anschluss spielen.
Gleiche IP heißt für die dass da Jemand mit mehreren Konten spielt.
Auch wenn es heutzutage normal ist, dass mehrere Leute am selben Anschluss hängen. Sei es im gleichen Netzwerk (im Priathaushalt, WG usw.), oder sogar am gleichen Rechner.
Scheinbar prüfen die das auch über die Cookies. Zwei Cookies am gleichen Rechner, und schon gibt es Ärger.
Jemand Anderes bekam Probleme weil er auch mal nicht von Daheim gespielt hat (Arbeitspause). Das scheint laut AGB sogar verboten zu sein.
Wahrscheinlich gilt alles als Verdächtig was nicht aus dem IP-Raum des eigenen Providers kommt.
Einer bekam Ärger weil er sich bei jemand anderes kurz eingeloggt hat. Sperrung und die Bitte nicht wieder zu kommen. Demjenigen, dem der Anchluss gehörte bekam kurz darauf Ärger.

– Das stimmt natürlich soweit weitgehend alles, jedoch weiss man nicht, nach welchen Kriterien King intern tatsächlich urteilt. Hast du direkte Belege zu deinen Ausführungen von King? (Emails, AGB-Auszüge o.ä.)

Schon lustig, googlet mal nach King.com und das Dritte Ergebnis (die ersten beiden sind von King selbst) warnt davor dort zu spielen (schon im Google-Ergebnis).
Da finden sich die Geschichten.

– Anmerkung d. Redaktion: Der o.g. Stern-Community-Link.

Nach einem Providerwechsel könnte King einem also einfach das Konto einfrieren. Da gibt es abenteurerliche Geschichten.

– Wir selbst spielen auch mit IPs verschiedener Anbeiter und hatten bislang keine Probleme. Das ist unsere subjektive Erfahrung und erscheint uns auch als einzig logische. Würde deine Annahme stimmen, so gäbe es zweifellos keine so hohe Anzahl an Usern.

Und das “Beste” ist, anscheinend verlangen die bei der Anmeldung nicht mal die Adresse der Person. Evtl. wenn man um Geld spielt, aber das kenne ich nicht.
Die sollten eigentlich von jedem der um Geld spielen will die eindeutige Identität verlangen.
Sie könnten ja direkt die Ausweiskopie verlangen (statt hinterher Verlumdungen aufzustellen), oder direkt ein Post-Ident-Verfahren einsetzen. Der Postbote prüft an der Tür Ausweis und Gesicht.
Dann sollte es auch möglich sein, dass an einem Anschluss gefahrlos mehr als ein Spieler spielt. Ich frage mich, ob Akte-2008 die Geschichte bringen würde. Fragt einfach mal da nach. Das ist doch sonst denen ihr Gebiet (sie sollen mal in Zusammenhang mit der Rache.de-Geschichte jemand vor Ort 1000 Euro geboten haben, wenn er denen vor der Kamera das erzählt was sie hören wollten…). Ich frage mich deshalb, weil Sat.1 ja Partner von King ist. Oder sogar der Betreiber?

King wird von sehr vielen Plattformen beworben. Sat.1 hat dort keine größere Bedeutung, zumal auch andere Fernsehsender, die nicht zur Sat.1-Gruppe gehören Werbelinks von King veröffentlichen. Die Sache mit den Adressen kann ebenfalls so nicht stehen gelassen werden [siehe Kommentare].

Ansonsten gebt die Sache mal an RTL mit Stern-TV (Explosiv wäre auch nicht falsch [kann nicht schaden beiden zu schreiben]), ist ja quasi die Konkurrenz. Evtl. bringt auch ein Anruf mit persönlicher Schilderung etwas. Welcher Sender lässt sich Betrug bei der Konkurrenz (Sat.1) entgehen?

– RTL verlinkt nun (leider) zufällig auch Spiele zu sämtlichen King-Spielen.

Man hat ein Recht auf Summen die einem in Gewinnversprechungen versrochen wurden die man einfach so ohne zutun im Briefkasten findet. Ich glaube vor kurzem bekam noch jemand eine Million zugesprochen.
Hier haben die Leute sogar einen Einsatz gemacht, mal abgesehen von der danach investierten Zeit. Daher sind es nicht einfach “nur 10 Euro”.
Zeit zu sperren. Nach dem Motto “Im Zweifel für PayPal” (das Geld, mal abgesehen von den Zinsen). Gegen PayPal gibt es richtige Domains mit PayPal im Titel. Also traut euch. Ich als Außenstehender bin zumindest bereit zu helfen.Übrigens, es ist nicht unnormal wenn von der gleichen IP zwei Geldspieler spielen.
Wenn in einem Haushalt einer spielt, besteht eine gewisse Chance, dass dieser den anderen “infiziert”, und der auch spielen will. Und schon spielen zwei über eine IP.
Auch zugleich. Ein Heimnetzwerk und mehr als ein Rechner sind ja fast schon normal.
Es kann doch nicht normal sein, dass man erstens keine Bekannten werben darf (weil die sonst davon ausgehen dass man das selbst ist), und zweitens aufpassen muss, dass Andere Nutzer am selben Anschluss eine anderwe IP haben. Also z.B. per TOR. Dann muss man natürlich aufpassen dass man über eine Deutsche IP drin ist, sonst gilt das bei denen als “Verdächtig”.
Da die IP bei TOR innerhalb einer Verbindung zu King aber auf einmal in China oder Kanada, USA usw. liegen kann, kann da aber auch eine Gefahr drin liegen. “Verdächtig”, man spielt ja mit Deutscher Adresse. Oder es gibt beim eigenen Internetprovider mehr als einen Spieler. Bekommt ein Spieler nun durch eine Trennung (üblich einmal in 24 Stunden bei DSL) die IP von Jemand der evtl. gerade zuvor da spielte, sind beide schon verdächtig ein und die selbe Person zu sein. Würde zumindest ein paar der Vorwürfe erklären….. Und unwahrscheinlich ist das nicht…
Wenn die auch Spiele bzw. Konzepte anbieten die woanders auch kostenlos laufen anbieten, ist es doch klar, dass nicht jeder “Anfänger” ein Anfänger bei denen sein muss.
Sollte man denen vorher mitteilen, dass man das Spiel schon von XYZ kennt, und daher nicht ohne Wissen da rein geht?

– Wir würden uns über einen Beleg freuen, der zeigt, dass King das IP-switchen (in welcher Form auch immer) verbietet!? Wir vermuten vielmehr, dass du dir da falsche Informationen hast zukommen lassen.

Angenommen die würden Schach mit Gewinnmöglichkeit anbieten, da wären ja alle Spieler gleich Verdächtig alles zu machen was “verboten” ist.
Zuviel können = Verdächtig
Da es x Schachprogramme und Computer gibt = Verdächtig zu manipulieren

– Aus diesem offensichtlichen Grund kennen wir auch keinen Anbieter der Schach anbietet, zumal gerade bei 2 Spielern die einen Schachcomputer oder ein Hilfprogramm benutzen, kein Sieger zu erwarten ist (zumindest kurzfristig).

Es gibt also Spiele die bei King kostenlos und mit Einsatz gespielt werden können?
Wenn man kostenlos spielt, dann wirkt sich das aber auf den eigenen Status aus, oder?
Ansonsten würde ich doch jedem empfehlen die Spiele wenn möglich woanders zu trainieren.
Oder verstößt das auch gegen die AGB?

– Du kannst kostenlose Duelle spielen wie es Dir beliebt. Niemand wird gezwungen Geld einzusetzen.

2 Reaktionen zu “Userfeedback von Tobias Claren”

  1. Thomas

    Bei der Anmeldung wird keine Adresse verlangt. Es kann aber vorkommen, dass bei der Auszahlung eine Ausweiskopie verlangt wird (steht auch in den AGBs). Das ist eigentlich auch ausreichend. Bei Einzahlung über Lastschrift muss man die Ausweisnummer angeben. Bei Kreditkarten und Überweisung sind die Daten zumindest ermittelbar und bei PayPal wird ohnehin die Adresse übermittelt.
    Hört sich irgendwie sicher an — außer dass Botprogrammierer die so schlechte Bots programmieren dass sie ständig verlieren durch das System fallen :-)

  2. skillgamer

    Eine Ermangelung von Daten gibt es auf Seiten von King wie Du schon gesagt hast tatsächlich keinesfalls. Das der Personalausweis eingefordert wird ist im Übrigen bei vielen seriösen Casual-Games-Anbietern der Fall. Da man das Benutzen von ergebnis-verbessernden Bots freilich schwer nachweisen kann, wird in der Praxis der entsprechende Benutzer -ob schuldig oder nicht- eben gesperrt. Für den Benutzer ist das meisstens ärgerlich; für die Anbieter der Spiele eine Maßnahme, die sich (leider) nicht vermeiden lässt. Live Tests sind prinzipiell auch keine Selbstverständlichkeit, da die meissten AGBs einen Ausschluss schon bei Verdachtsmomenten legalisieren. Aber auch ein LiveTest bringt auf beiden Seiten Aufwand mit sich und führt eben nicht immer zum Erfolg.

Einen Kommentar schreiben